Kann durch die Wohnungsüberlassung auch der Eigentümer aus seiner eigenen Wohnung geworfen werden?

Ja, auch das ist möglich. Eine Wohnungsüberlassung ist gemäß § 2 Abs. 2 GewSchG unabhängig vom Mietvertrag, vom Grundstückseigentum, vom Erbbaurecht, vom Nießbrauch, Wohnungseigentum, vom Dauerwohnrecht und vom dinglichen Wohnrecht. Eine gerichtliche Zuweisung „schlägt“ all diese normalen Rechte an der Wohnung. Dies wurde in der Diskussion über das Gesetz auch als zu weiter Eingriff in das Eigentumsrecht kritisiert.

Etwas abgemildert wird dies durch die Pflicht des Gerichts, die Überlassung auf eine gewisse Zeit zu befristen (Abs. 2) und durch ein der Billigkeit unterliegendes Recht auf Nutzungsentgelt für die Wohnung (Abs. 5).